Neues “Konzept” der NRW-Landesregierung

Am 4. Februar hat das Innenministerium und das Justizministerium Nordrhein-Westfalens ein neues Konzept gegen Gewalt beim Fußball vorgestellt. Nach diesem Konzept sollen sogenannte Rädelsführer, oder auch Intensivtäter gezielter verfolgt und härter bestraft werden. Weiterhin sollen die Verfahren nicht mehr an dem Ort des Geschehens, sondern am Wohnort des Beschuldigten verhandelt werden.

Dieses neue Konzept, wenn man es denn so nennen mag, ist ein weiterer Schritt in die Richtung die Trennung zwischen Judikative und Exekutive aufzuheben. In der Presseinformation wird sogar erwähnt, dass das Erfassen und Bewerten von spezialisierten Ermittleren, also den sogenannten „Szenekundigen“ Beamten, durchgeführt werden soll. Die Einschätzung eines Beschuldigten sollte alleine auf den bisherigen Verurteilungen beruhen. Vorverurteilungen von Seiten der Ermittlungsbehörden haben an dieser Stelle nichts zu suchen. Es ist dann auch mehr als fraglich, wie dann noch ein fairer Prozess möglich seien soll.

Dass dieses Konzept das in Deutschland geltende Tatortprinzip aushebelt, soll an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben.

Am Ende bleibt die Frage offen, warum Herr Jäger zu diesen Maßnahmen greifen möchte, wurde doch zu Beginn der Hinrunde mit der Reduzierung der eingesetzten Polizisten ein Fan freundlicher Weg eingeschlagen. Leider wirkt das nun vorgelegte Konzept wie ein populistisches Manöver. Es hat den Anschein, dass man erneut auf dem Rücken der Fußball Fans gute Presse erzielen möchte.

Update: “Gewusst wie…”

Nachdem wir “Gewusst wie…”, unser Heft mit vielen nützlichen Rechtshilfetipps, bereits beim letzten Heimspiel an viele Schalker verteilen konnten, habt ihr beim kommenden Heimspiel gegen Gladbach nochmal die Möglichkeit euch mit einem Heft einzudecken. Die letzten Exemplare könnt ihr am Infostand hinter der Nordkurve abholen.

Macht von dieser Möglichkeit gebrauch!